„Der will nur spielen“, erklärt der Besitzer des neugierigen Hundes, der dem spanischen Mähnenwunder und mir beim Ausritt um die Beine springt. Also nicht der Besitzer springt. Der Hund hüpft. Und eigentlich ist der Besitzer auch gar nicht da. „Der will nur spielen!“ weiterlesen
Darum kümmert sich der Tierarzt. Nächsten Monat oder so.
„Darum kümmert sich der Tierarzt. Nächsten Monat oder so, wenn ich wieder Geld habe“, beschließt die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, und wirft dem Lutschi, unserem spanischen Mähnenwunder, einen aufmunternden Blick zu. „Bis dahin geht’s auch so.“
Der Lutschi, der seine zwei Gehirnzellen ausnahmslos fürs Mähnenwachstum benötigt, guckt erwartungsvoll zurück.
„Nein, es gibt keine Leckerlis, wir müssen sparen“, weist ihn die Frau zurecht.
Das kleine Licht in seinen Augen erlischt und der Lutschi lässt den Kopf hängen. Wobei er Heu entdeckt. Lecker. „Darum kümmert sich der Tierarzt. Nächsten Monat oder so.“ weiterlesen
Die Reitbeteidigung
Wir haben jetzt eine Reitbeteidigung. Die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, nimmt neue Drogen, die Qi Gong heißen oder so ähnlich, und die machen, dass ihr Gehirn weich wie Mash und ihr Verstand so leistungsfähig wie eine überreife Banane ist. Was an und für sich keine große Veränderung darstellt.
Aber alles in allem habe ich sie noch nie so entspannt und tolerant erlebt. Wie eine gütige Göttin schwebt sie durch den Stall und hat für jeden und jedes ein gutes Wort und ganz viel Liebe. Einziger Haken: Die Stallzeit geht von der Qi Gong-Zeit ab, was seelisch natürlich unpraktisch und unschön ist. Ich meine, Full-time spirituell führt natürlich wesentlich schneller zum persönlichen Nirwana als halb Stall, halb Buddha. Was also tun? „Die Reitbeteidigung“ weiterlesen
Die macht doch garnix!
„Die macht doch gar nix!“
„Genau, das Pferd macht das von ganz alleine. Guck, hast du das gesehen. Die muss einfach nur draufsitzen.“
„Mit DEM Pferd ist es ja einfach. Da kann das ja jeder.“ „Die macht doch garnix!“ weiterlesen
Warum nur einmal?
„… und dann lerne ich endlich reiten und traue mich, ohne Sattel zu reiten und alles wird ganz wunderbar“, schließt die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, ihre Aufzählung. Vorher hat sie uns mit glänzenden Augen eine wunderbare Zukunft ausgemalt, in der sie ein besserer, schlankerer und sportlicherer Mensch ist, jeden Tag gutgelaunt, wo ihr die tollen Ideen und positiven Vibes nur so aus dem Ärmel schlackern. Und die Leckerlis erst! Positive Verstärkung bis zur Magenüberladung, ich kann es gar nicht erwarten. „Warum nur einmal?“ weiterlesen
Weihnachten – der Wahnsinn geht weiter
Jetzt ist ja bald wieder dieses Weihnachten. Man erkennt es daran, dass die sogenannte Besitzerin noch verpeilter ist als sonst. Ständig murmelt sie von Geschenken, die sie gekauft hat und von Geschenken, die sie noch kaufen muss, vor allem für die Leute, mit denen sie sich nichts schenken will. „Weihnachten – der Wahnsinn geht weiter“ weiterlesen
Ohne alles
Die Frau, meine sogenannte Besitzerin, war wieder im Internet und hat da was gesehen. Und das will sie jetzt auch. „So schön!“, schwärmt sie Frau Reitlehrerin vor. „Voll harmonisch und schön und überhaupt! Und das mach ich jetzt auch.“
„Und klappt das?“
„Noch nicht so toll“, gibt die Frau zu. „Meistens steht der Pfridolin nur rum und frisst.“ „Ohne alles“ weiterlesen
Ja klar
„Ja klar“ und „Mach ich gleich“, das sind die beiden Lieblingslügen der sogenannten Besitzerin. „Ja klar“ weiterlesen
Handarbeit
„Handarbeit soll ich machen? Wie jetzt – stricken oder häkeln oder was?“ Die Frau, meine sogenannte Besitzerin, guckt böse. „Handarbeit“ weiterlesen
Aussitzen um jeden Preis
„Nö, ich bleib aussitzen“, winkt die Frau, meine sogenannte Besitzerin ab, als Frau Reitlehrerin sie zum Leichtraben auffordert.
Und warum? Weil irgendwer mal irgendwo gesagt hat, aussitzen wäre das, was die wirklichen Reitprofis und Reitkünstler tun. Anfänger und hoffnungslose Fälle würden leichttraben. Also die Menschengruppen, zu denen die Frau nie im Leben gehören möchte. Von daher hoppelt sie lieber wie ein epileptisches Känguru auf mir herum anstatt sich zivilisiert und halbwegs kontrolliert ins Leichttraben zu begeben. Die unschönen und schmerzhaften Aspekte dabei verdrängt sie, weil sie mal gelesen hat, dass es völlig normal ist, wenn einem beim Reiten alles wehtut. „Aussitzen um jeden Preis“ weiterlesen
